Man sieht einen Weihnachtsbaum im Dunklen
Alle Jahre wieder …

01.02.1024

 © pixabay

Da ist der Duft nach Kerzen, nach Plätzchen, der Kontrast von eisig kalten Temperaturen, Schnee und Eis zum warmen Ofen und heißem Tee; die Freude über liebevolle Geschenke und die Überraschungen im Adventskalender; der Klang vertrauter Weihnachtslieder; das Schmücken des Weihnachtsbaumes, das Wiedersehen mit dem über das Jahr ruhenden, selbst gebastelten Weihnachtsschmuck und der altvertrauten Krippe; das Zusammensein mit geliebten Menschen und der Glanz in den Augen der Kinder; die Stille, wenn am 24. nachts fast kein Auto fährt und die besinnliche Ruhe in den Tagen zwischen den Jahren– einfach wundervoll!

Als ich Kind war, haben meine Eltern viel Wert darauf gelegt, Jahr für Jahr eine feierliche, etwas mystische Stimmung im Hause aufzubauen und ich bin dankbar für diesen Schatz inniger Erinnerungen.

Manche besonderen Spielzeuge wurden extra zum Heiligen Abend aufgestellt und blieben nur wenige Wochen stehen – so konnten wir uns jedes Jahr neu daran erfreuen. Da gab es für die Kleinen das Puppenhaus – jedes Jahr mit ein paar neuen Püppchen oder Möbeln darin, später dann einen großen Kaufmannsladen. Das Weihnachtszimmer war immer ein paar Tage vor Weihnachten bereits abgeriegelt, so dass alles vorbereitet werden konnte… und natürlich stieg bei uns Kindern die Spannung und die Vorfreude.

Wenn das Glöckchen läutete, durften wir in das mit Kerzen hell erleuchtete Weihnachtszimmer eintreten, meine Mutter saß am Klavier und dann wurden Lieder gesungen, die Blockflöten herausgeholt und musiziert. Gedichte für das Christkind wurden vorgetragen, und nur hin und wieder ging ein heimlicher Blick hinüber zu den Geschenken – bis der Moment kam, wo wir endlich unter dem Weihnachtsbaum schauen durften, wo das Geschenk lag mit unserem Namen drauf …

Die wundervolle Weihnachtsgeschichte war für mich als Kind immer sehr präsent, da ich jedes Jahr bei einem Krippenspiel mitgewirkt habe. Auch das möchte ich nicht missen. In Spanien habe ich später lebendige Krippen in Bergorten erlebt – es ist für mich noch immer sehr wesentlich, am Heiligen Abend mit der Weihnachtsgeschichte verbunden zu sein.

Weihnachten erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit, Liebe und Frieden – das ist mir persönlich wichtiger als jedes Geschenk.

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Christel Veciana

Autorin:
Christel Veciana ist Life-
Coach und Musik-Pädagogin, leitet „Christels Scheune“ in Hanau und
ist Mutter zweier erwachsener Töchter.
www.christels-scheune.de

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