Man sieht ein Baby in Bauchlage

© Ekaterina Pokrovsky ­– stock.adobe.com

Mein Baby kann das!

von Yvonne Antoni – 21.03.2024

Herzlichen Glückwunsch zu eurem kleinen Wunder! Die ersten Monate im Leben eines Babys sind ein faszinierendes Abenteuer voller erstaunlicher Entwicklungsschritte. Es ist so schön, mitzuerleben, wie diese kleinen Wesen, die anfangs so winzig und zerbrechlich erscheinen, rasch zu wahren Entdeckern ihrer Welt werden.

Das Wichtigste vorweg: Jedes Baby ist einzigartig und es gibt keine festen Regeln für die Entwicklung. Es wächst in seinem eigenen Tempo und auf seine eigene Art und Weise. Zu seiner Entwicklung tragen eine Kombination aus Veranlagung, altersgerechten Anregungen und Erlebnissen, die es beim Erlernen neuer Fähigkeiten macht, bei.

In diesem aufregenden Prozess ist es wichtig, als Eltern eine gelassene Haltung einzunehmen und die natürliche Entwicklung des Babys zu fördern, aber es nicht zu überfordern. „Mein Baby kann das“ ist nicht nur ein Motto, sondern eine Einladung, die Reise des Babys mit Freude und Vertrauen zu erleben.

Das ist nicht immer einfach. Denn jeder von uns hat bestimmt schon sein Kleines mit einem anderen Baby verglichen. Sei es im PEKiP-Kurs, beim Krabbeltreff oder bei Freunden und Verwandten. Sätze wie „Meine Tochter kann sich schon selbstständig drehen“ oder „mein Sohn winkt schon zum Abschied“ sollten euch nicht verunsichern.

Dafür kann euer Baby etwas anderes. Denn die kleinen Erdenbürger zeigen von Anfang an erstaunliche Fähigkeiten, und es sieht so aus, als wüssten sie instinktiv, wie sie ihre Welt entdecken können. Denn wenn es etwas Neues ausprobiert wie zum Beispiel das Krabbeln, möchte es dies testen und ständig verbessern.

Dabei darf es selbst entscheiden, wann und wie intensiv es sich mit etwas beschäftigt. Auch wenn die Entwicklung nicht immer gradlinig verläuft, ist es wichtig, dem Baby zu vertrauen, und es dabei zu unterstützen, seine Welt mit Neugier zu entdecken.

In dieser aufregenden Phase ist es wichtig, die Zeichen des Babys zu verstehen und darauf einzugehen. Beim liebevollen Kuscheln, Rumtragen, Stillen oder Fläschchen geben entsteht nicht nur eine enge Bindung, sondern es werden auch die körperlichen und emotionalen Bedürfnisse des Babys gestillt. Die Kleinen signalisieren euch dann schon, wenn sie für neue Abenteuer bereit sind. Und ihr könnt sie dabei sanft unterstützen, wenn sie versuchen zu krabbeln, sich hochzuziehen oder andere Dinge zu erreichen.

Statt von Meilensteinen ist es besser, von Orientierungspunkten zu sprechen. Knapp gesagt: Fördert die kleinen Menschen, aber bleibt entspannt dabei. Wer schon mehrere Kinder hat, weiß, dass man nicht ungeduldig sein sollte, denn jedes hat sein eigenes Tempo. Und am Ende lernen alle laufen.

Tipps:
• Ihr könnt euer Neugeborenes nicht mit zu viel Liebe verwöhnen. Aufmerksamkeit und Zuwendung dem Baby gegenüber helfen dir, seine Bedürfnisse besser zu erkennen und zu stillen.

• Es wird gute und weniger gute Tage geben, und das ist völlig normal. Geduld, sowohl sich selbst als auch dem Baby gegenüber, ist hierbei entscheidend.

• Lasst euch weder von anderen Eltern, Social Media oder Fachliteratur unter Druck setzen. ­Jedes Kind hat seine eigene Zeit zum Krabbeln, Durchschlafen, sprechen lernen.

• Lasst es die Welt mit allen Sinnen entdecken – spielerisch und entspannt.

• Ganz wichtig: euer Bauchgefühl und Instinkt. Nur ihr wisst, was für euer Kind am besten ist.

• Achtet auch auf eure eigene Gesundheit und euer Wohlbefinden. (Siehe dazu auch unsere Can-Do-Liste auf Seite 11) Es ist völlig okay, um Hilfe zu bitten. Egal, ob Familie, Freunde oder professionelle Unterstützung – sie alle können eine große Entlastung bieten.

• Eine gewisse Routine für das Baby zu haben, ist hilfreich, aber gleichzeitig ist es wichtig,
flexibel zu sein und sich nach den Bedürfnissen des Babys zu richten. Babys können manchmal unvorhersehbar sein, und darauf vorbereitet zu sein, ist entscheidend.

• Schreibe tolle oder lustige Momente auf. Egal, wie einprägsam du es in diesem Moment ­findest – einige Monate später hast du es meist doch vergessen.

• Es gibt Newsletter von zum Beispiel Hipp, Weleda, Eltern.de
und auch Instagram-Accounts wie „Eltern ohne Filter“, die hilfreiche Infos liefern, ohne zu verunsichern.

• Bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung könnt ihr euch kostenlose Broschüren zum Thema bestellen oder direkt herunterladen: www.shop.bzga.de

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