Plakat der Aktion "Misch Dich ein!" - Internationale Wochen gegen Rassismus

03.03.2023 – Anzeige

Internationale Wochen gegen Rassismus

„Misch Dich ein!“ – Auch 2023 finden bundesweit wieder die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Der Main-Kinzig-Kreis beteiligt sich an den Aktionswochen vom 20. März bis 2. April mit einer Veranstaltungsreihe.

Die Aktionswochen gegen Rassismus haben zum Ziel, auf Diskriminierung im Zuge von Rechtsextremismus und Rassismus aufmerksam zu machen. Gleichzeitig sollen von Rassismus Betroffene Solidarität erfahren. Daran orientieren sich auch viele der insgesamt 19 Veranstaltungen zwischen Niederdorfelden und Schlüchtern: Zivilgesellschaftliche Organisationen, Vereine und Kommunen aus dem Main-Kinzig-Kreis präsentieren sich mit einem vielfältigen Programm, um gemeinsam öffentlich Position zu beziehen gegen rechtsmotivierte, rassistische Entwicklungen und Übergriffe. Gerade in diesen Zeiten ist eine engagierte und solidarische Gesellschaft, die sich demokratiefeindlichen Tendenzen entgegenstellt, wichtig und wertvoll, getreu des diesjährigen Mottos der Internationalen Woche gegen Rassismus „Misch Dich ein!“. Denn nur, wenn wir uns „einmischen“, kann eine freiheitliche und friedliche Zukunft sichergestellt werden.

Das Büro für interkulturelle Angelegenheiten BikA, das die Aktionswoche im Main-Kinzig-Kreis bündelt und mitkoordiniert hat ein Online-Programm veröffentlicht. Unter www.mkk.de finden sich genauere Hinweise und sämtliche Aktionen.

Die Veranstaltungen reichen von Lesungen über Filmvorführungen bis hin zu Vorträgen und Workshops und setzen auf verschiedene Themen im Bereich Rassismus, Antiziganismus und Rechtsextremismus. Beispielsweise liest am Montag, 27. März, die deutsch-ghanaische Filmemacherin und Autorin Mo Asumang aus ihrem Buch „Mo und die Arier. Allein unter Rassisten und Neonazis“ und spricht über ihre nicht ganz ungefährliche Arbeit zum Thema Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Das Kino Gelnhausen präsentiert sechs Filme, die Aspekte von Migration, Integration, Abgrenzung und Rassismus beleuchten. Filme, die zum Nachdenken und Mitdiskutieren anregen, so beispielsweise im Rahmen der Film-Matineen an den Sonntagen 26. März und 2. April, jeweils um 11 Uhr, im Kino Pali Gelnhausen. Am 26. März geht es um rassistische Aus- und Abgrenzung auf dem Land („Ein Dorf sieht schwarz“), am 2. April um die Situation in französischen Vorstädten und polizeiliche Gewalt („Die Wütenden – Les Misérables“). Am Donnerstag, 30. März, präsentiert der Filmautor Adrian Oeser seine Dokumentation „Der lange Weg der Sinti und Roma“. Oeser zeichnet am Beispiel persönlicher Lebenswege emotional und eindrucksvoll die Geschichte von Deutschlands größter nationaler Minderheit nach und macht bisher unerzählte Perspektiven sichtbar. Individuelle Geschichten und bisher kaum gezeigtes Archivmaterial nehmen mit in eine Zeit, in der Sinti und Roma weiter diskriminiert wurden und in der sie sich schließlich zur Wehr setzten (Kino Pali Gelnhausen, 18 Uhr).

In lösungsorientierten Workshops beleuchtet die Antidiskriminierungspädagogin Miriam Nadimi Amin das Thema Rassismus und Sprache: Am Freitag, 31. März, wird es zunächst um mögliche Probleme von Sprache in Kinderbuchklassikern gehen und dann weiter am Samstag, 1. April, mit dem Thema „Rassistische Sprache erkennen, benennen und handeln!“.

Der Eintritt ist zu nahezu allen Veranstaltungen frei, aber es wird teilweise um eine Voranmeldung gebeten. Entweder telefonisch unter 06051/8518249 oder per E-Mail an dext@mkk.de.

www.mkk.de

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