Mutter spricht mit Kind

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Wie sag ich’s meinem Kinde?

31.01.2018

Gelungene Kommunikation in der Familie ist eine hohe Kunst, die sich lohnt, erlernt zu werden. Marshall Rosenberg, der „Erfinder“ der gewaltfreien Kommunikation hat dafür wertvolle Ansätze.

Er geht davon aus, dass es bei Konflikten zwischen Menschen immer darum geht, dass unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander prallen.

Jeder kämpft darum, in seinem Bedürfnis ernst genommen zu werden und fühlt sich im Recht mit seiner Forderung. Das Ganze wird noch aufgeheizt mit den dazugehörigen Emotionen. So lassen sich meist keine guten Lösungen für Konflikte finden.

Bei der gewaltfreien Kommunikation werden verschiedene Ebenen unterschieden und sprachlich sauber getrennt: Die rein inhaltliche, sachliche Ebene (das was ist), die emotionale (was es mit uns macht und warum) und die Ebene unserer Bitte (was wir uns vom anderen wünschen).

Das hilft vor allem, sehr viel bewusster mit den Emotionen umzugehen und die dahinterstehenden Bedürfnisse überhaupt erst einmal wahrzunehmen. Wenn zunächst alle Familienmitglieder lernen, dass jeder aufgrund seiner ganz eigenen Perspektive berechtigt ist, auch ganz eigene persönliche Bedürfnisse zu haben, dann ist es möglich, dass zunächst jeder Beteiligte aufmerksam angehört und in seinem Bedürfnis ernst genommen wird, ohne, dass gleich „dagegen geschossen“ wird.

Im besten Falle finden sich Möglichkeiten, die verschiedenen Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen. Oft reicht auch schon die Bereitschaft, angehört und wirklich ernst genommen zu werden, damit ganz viel Druck rausgeht – selbst wenn das Bedürfnis nicht vollständig befriedigt werden kann.

Eine wertschätzende Haltung gepaart mit Achtsamkeit und Einfühlungsvermögen ist ein großes Geschenk, das Eltern ihren Kindern machen können. Ich wünsche Ihnen dabei gutes Gelingen.

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Christel Veciana

Autorin:
Christel Veciana ist Life-Coach und Musikpädagogin, leitet „Christels Scheune“ und ist Mutter zweier erwachsener Töchter
http://christels-scheune.de/

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