Ein Kind taucht und schaut unter Wasser in die Kamera
Wie kann ich mein Kind auf den Schwimmkurs vorbereiten?

20.07.2022

Ich werde oft gefragt, ob man Kinder auf einen Schwimmkurs vorbereiten kann – meine Antwort hierzu ist immer ein klares Ja! Und mit den richtigen Übungen und Spielen macht dies auch richtig Spaß.

Im Fokus stehen sollte dabei immer, den Kindern Spaß am Wasser und Vertrauen zum Element Wasser zu vermitteln. Damit kann schon im Babyalter begonnen werden – beim Plantschen in der eigenen Badewanne, im Schwimmbad oder Babyschwimmkurs.
Für interessierte Eltern habe ich hier einmal erste Übungen zusammengefasst, um Kinder spielerisch ans Wasser zu gewöhnen:

Blubbern
Pustet gemeinsam mit euren Kindern zunächst auf das Wasser (in einer Schüssel oder der Badewanne) und beobachtet, wie kleine Blasen und Wellen entstehen.
Im nächsten Schritt nehmt ihr den Mund und dann die Nase mit unter Wasser und lasst viele tolle Blubberblasen entstehen. Auch Strohhalme können benutzt werden oder bunte Bälle über die Wasseroberfläche vorwärts gepustet werden. Das Blubbern trainiert die Atmung, welche später wichtig ist, damit sich Euer Kind nicht verschluckt und lernt beim Schwimmen gleichmäßig zu atmen.

Spritzen
Wasser (im Gesicht) ist nicht schlimm, sondern macht Spaß – lasst eurer Kreativität hier freien Lauf. Ob Wasserspritzen mit den Händen, Spielen mit einer kleinen Gießkanne oder strampeln mit den Füßen. Alles was Spaß macht, ist erlaubt. Durch diese Erfahrungen wächst das Vertrauen eurer Kinder ins Element Wasser. Achtet hierbei immer auf die Reaktionen und persönlichen Grenzen eurer Kinder und respektiert diese.

Tauchen
Wenn kein Badeschaum im Wasser der Badewanne ist, könnt Ihr mit eurem Kind dort erste Tauchübungen machen. Legt hierzu einen (Alltags)Gegenstand auf den Grund der Wanne und lasst diesen von eurem Kind heraufholen – hierbei das Blubbern nicht vergessen (damit kein Wasser in die Nase kommt). Bei kleinen Tauchprofis ist auch das Farben Raten unter Wasser ein beliebtes Spiel.

Blinzeln
Viele Kinder nutzen zum Duschen und Baden eine Schwimmbrillen oder Eltern verwenden einen Waschlappen, um die Augen ihrer Kinder vor Wasser zu schützen. Besser ist es hier, gemeinsam das Blinzeln zu üben – Kinder sollten sich an das Gefühl von Wasser in den Augen gewöhnen. So lernen sie, dass nichts passiert und einfaches Blinzeln das Wasser aus den Augen treibt. In Gefahrensituationen hat man mit offenen Augen im Wasser eine bessere Orientierung.

Koordination fördern
Gleichgewicht und Koordination sind wichtige Voraussetzungen fürs Schwimmen lernen – beides kann im Alltag spielerisch geübt werden. Ob Fahrradfahren, auf einem Bein hüpfen oder der beliebte „Hampelmann“ – all diese Übungen fördern die Koordination eurer Kinder.

Mir ist es besonders wichtig, dass der Spaß und die Freude im und mit dem Element Wasser im Mittelpunkt steht. Kinder spielerisch auf den Schwimmkurse vorbereiten und ihnen die Grundlagen mit auf dem Weg geben, bringt schnellere Sicherheit beim Schwimmenlernen.

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Franziska Schalm

Autorin:
Franziska Schalm, Inhaberin und Gründerin der Schwimmschule swim2grow, Grundschullehrerin, zertifizierte Baby- und Kinderschwimmlehrerin. „Unsere Mission ist es, dass möglichst viele Kinder schwimmen lernen.“
www.swim2grow.de

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