Kind macht den Abwasch

Foto: © pixabay.de

Verantwortung übernehmen

26.09.2018

Es ist eine Kunst, die eigenen Kinder möglichst früh schon daran zu gewöhnen, kleine Pflichten zu übernehmen. In meiner Kindheit war mein Bruder für das Ausleeren der Mülleimer zuständig, meine Schwester deckte den Tisch und ich trocknete das Geschirr ab. Jeder hatte seinen Aufgabenbereich und durfte dafür Verantwortung tragen. Nicht immer hatten wir Lust oder waren selbstständig genug, die Arbeiten zu tun. Dann wurden wir daran erinnert.

Ich selbst habe als junge Mutter bei manchen Gelegenheiten den Zeitpunkt verpasst, zu dem ich meine Kinder zu solchen Aufgaben anhalten hätte können. Beim Besuch von Freunden ist mir dann aufgefallen, dass sie ihre Kinder viel mehr einbinden und fördern. Dann konnte ich die Spur wieder korrigieren.

In der Begleitung von Familien fällt mir immer wieder auf, dass viele Eltern vergessen, den Kindern kleine Verantwortungsbereiche zuzuteilen und sie liebevoll dazu anzuleiten, sich wirklich dafür zuständig zu fühlen. Sogar bei den Hausaufgaben vergessen sie, den Kindern das Gefühl zu vermitteln, dass dies ein Bereich ist, den sie möglichst eigenverantwortlich zu absolvieren haben. Dabei sind Kinder absolut in der Lage, früh schon Verantwortung für diesen Bereich ihres Lebens zu übernehmen.

Natürlich sollten Eltern ein Auge darauf haben, dass die Kinder ihre Aufgaben machen. Das Anleiten, wie ein HA-Heft geführt wird, die Zeiteinteilung (Pausen) und Unterstützung, wenn etwas nicht verstanden wurde, sind eine wichtige Rückendeckung. Je mehr das Kind das Gefühl hat, dass es selbstständig klar kommt, umso stolzer fühlt es sich. Auch für die Eltern ist es eine große Entlastung, wenn sie sich darauf verlassen können, dass die Kinder selbstständig und eigenverantwortlich arbeiten.

Ein Kind, das sich ein Haustier wünscht, ist in seinem Herzen so beseelt von der Vorstellung, dass es natürlich verspricht, sich darum zu kümmern. Hat es vorher keine Erfahrung mit dem Übernehmen von Pflichten, ist das eine vollkommene Überforderung. Prüfen Sie, welche Verantwortlichkeiten Sie Ihrem Kind schon zutrauen können und geben Sie sich und dem Kind Zeit, diese einzuüben.

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Christel Veciana

Autorin:
Christel Veciana ist Life-Coach und Musikpädagogin, leitet „Christels Scheune“ und ist Mutter zweier erwachsener Töchter
http://christels-scheune.de/

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